Im Laufe der letzten Jahre hab ich sehr sehr viele Bücher und E-Books zum Thema Internetmarketing, Geld verdienen, Passives Einkommen etc. gelesen. Eines der ersten war “Endlich mehr verdienen” von Bodo Schäfer. Dieses Buch hat meine Einstellung zum Thema “Passives Einkommen” nachhaltig verändert, deshalb will ich euch das Buch hier vorstellen. Mein eigenes Exemplar sieht ziemlich zerfleddert aus, denn ich habe es über längere Zeit überall dabei gehabt: im Rucksack, auf dem Weg zum Praktikum, im Auto, im Freibad. Gelesen habe ich bestimmt 5 Mal, das Hörbuch habe ich mindestens ein Dutzend Mal angehört. Warum, erfährst du jetzt.
Wie der Titel schon ankündigt, stellt Schäfer in diesem Buch Wege vor, mehr Geld zu verdienen. Dabei teilt er die Verdientmöglichkeiten in Form eines Sterns mit 5 Spitzen ein (das Prinzip erinnert stark an Robert T. Kiyosakys Cashflow Quadrant):
Das Buch geht nun darauf ein, wie Angehörige der jeweiligen Kategorien mehr verdienen können. Dabei empfiehlt Schäfer drei Möglichkeiten:
Hier habe ich auch zum ersten Mal vom “Hamsterrad” gehört. Das sieht im Wesentlichen wie folgt aus: der Mensch beendet seine Ausbildung bzw. sein Studium und bekommt einen Job. Sein Einkommen steigt und ebenfalls seine Ausgaben. Der Lebensstandard passt sich ja immer an das Einkommen an. Irgendwann wird er befördert, bekommt ein höheres Einkommen, weshalb er sich einen größeren Fernseher, ein schnelleres Auto und teurere Urlaube leisten kann. Und schon ist er im Hamsterrad gefangen.
Denn er muss nun durch seine Arbeitsleistung das Hamsterrad am Laufen halten. Das bedeutet meist: mehr Arbeit, längere Arbeit, härtere Arbeit. In den USA ist es beispielsweise üblich, dass Menschen zwei oder sogar drei Jobs haben, um ihre Ausgaben bezahlen zu können.
Bricht nun ein Teil der Einnahmen weg (was bei Jobverlust in der Regel ja 100% der Einnahmen bedeutet), sieht es finster aus. Der Lebensstanard will irgendwie aufrecht erhalten werden.
Auch der Staat verdient am Hamsterrad kräftig mit. Die Steuern und Abgaben sind ja für die hart arbeitenden Personen im A-Sektor am höchsten. Je mehr man verdient, desto mehr wachsen auch die Abgaben. Möglichkeiten wie Abschreibungen oder Verlustvorträge bieten sich dem Angestellten nicht, er bezahlt die volle Rechnung.
Im Hamsterrad arbeitet man für andere, nicht für sich selbst. Man arbeitet für den Chef, für den Staat, für die Gläubiger. Etwas Eigenes, was einem selbst gehört, baut man sich so nicht auf. Der Job “gehört” einem nicht. Wenn er weg ist, ist er weg – er kann weder vererbt noch verkauft werden.
Aber auch Investoren und Unternehmer können ins Hamsterrad geraten. Insbesondere Unternehmer, die eigentlich Selbständige sind, also selbst und ständig arbeiten, sind hier in Gefahr.
Das ganze Buch beschäftigt sich mit Strategien, das Hamsterrad zu verlassen. Was mich am stärksten beschäftigt hat, ist das Prinzip: “Nicht einmal, sondern mehrfach verdienen”. Personen im Hamsterrad leisten einmal arbeiten und werden einmal bezahlt. Der Masseur massiert und bekommt dafür 50 Euro. Der Anwalt vertritt einen Mandanten und bekommt dafür 2.000 Euro. Egal, wie gut man bezahlt wird: wenn man nicht mehr arbeitet, wird man nicht mehr bezahlt.
Der einfachste Weg raus aus dem Hamsterrad ist aber der, etwas zu schaffen, was immer wieder Geld einbringt. Man muss sich also für eine einmal geleistete Tätigkeit mehrfach bezahlen lassen. Dieser Gedanke hat mich nicht mehr losgelassen. Für viele ist er vielleicht nichts besonderes, aber in dem Background, aus dem ich komme (bürgerliches Angestelltentum), ist dieser Gedanke eine kleine Revolution!
Schäfer zeigt zahlreiche Wege auf, mehrfach zu verdienen: Zinsen, Dividenden, Umsatzbeteiligung, Tantiemen, Provisionen etc. Ich habe in den folgenden Jahren die Liste für mich immer mehr erweitert und mein komplettes Denken umgestellt. Keine andere Idee war für mich so hilfreich wie dieses simple Prinzip!
Das ganze Buch jetzt im Detail besprechen zu wollen, würde viel zu lange dauern. Zu viele Ideen stecken darin, zu viele Strategien für jeden Sektor. Angefangen vom Finden des idealen Jobs, Maßnahmen für die Gehaltserhöhung und Strategien zum Erreichen des “Flow”-Zustands über Ideen und Vorschläge für Unternehmer und Investoren bis hin zu Ratschlägen zur Expertenpositionierung, das Buch ist ein wahres Füllhorn an lebensverändernden Inhalten. Ich habe selten von einem Buch so profitiert wie von diesem günstigen Büchlein.
Es gibt zwei Wege der Zielplanung: ausgehend vom Ist-Zustand und ausgehend vom Wunsch-Zustand. Wirkliche Veränderungen werden nur mit der zweiten Methode erreicht!
Nicht einmal, sondern mehrfach verdienen. Fasse den festen Vorsatz, jedes Jahr etwas zu schaffen, an dem du vielfach verdienen kannst.
Wenn man wirklich viel Geld verdienen will, muss man bereit sein, Risiken einzugehen und sich zu konstantem Lernen und Wachsen entschließen.
Die Natur eines Jobs ist Gehalt, nicht Wohlstand.
Immer, wenn sich das Einkommen erhöht (Gehaltserhöhung etc.), lege 50% in deine finanzielle Zukunft an. So erhöht sich die “goldene Gans”, ohne dass du deinen Lebensstandard einschränken musst.
Die optimale Aufteilung der Arbeitszeit lautet: 33% Tagesgeschäft, 33% Lernen, 33% Positionierung als Experte.
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Hallo!
Sehr guter Artikel! Hat mir wirklich gut gefallen, was du da ausgeführt hast. Ich bin auch der Meinung, dass passive Einkommensströme der Weg zu einem besseren Lebensstandard sind. Doch viele Leute können sich nicht vom “normalen” Arbeitsdenken lösen.
Wenn ich hin und wieder mit meiner Familie oder Freunden über solche Dinge rede, dann kommen oft Vorurteile wie Abzocke, Pyramidenspiel etc. Aber damit muss man wohl leben
Grüße Philipp
Hallo Philipp,
ja, das kenn ich nur zu gut. Für jemanden, der voll im Hamsterrad steckt, sind alle abweichenden Ideen grundsätzlich böse
. Ist ja auch schwer zu akzeptieren, dass die 12 Stunden, die man jeden Tag für einen anderen arbeitet, nur um am Ende des Monats gerade genug zum Bezahlen der Rechnungen zu bekommen, vielleicht der falsche Weg ist.
Viele Grüße,
Felix
Hab ich auch gelesen das Buch, und fand es sehr logisch, brauchbar und motivierend.
Vor allem sein System der Aufspaltung des Einkommens in verschiedene Töpfe ist ein Evergreen.
Gibt nicht viele in D-Land, die so mutig zum Thema “reich werden” schreiben.
Der Marktdominator (mit seinem “magic” Avatar)