Ein neues Infoprodukt – wie gehe ich Schritt für Schritt vor (Teil 2)

Ein neues Infoprodukt – wie gehe ich Schritt für Schritt vor (Teil 2)

So, weiter geht’s. Heute verrate ich auch, wobei es sich bei dem Infoprodukt handelt :-)

Aber zuerst einmal eine Formel, die ich persönlich sehr hilfreich finde. Sie stamm von Dan Kennedy, einem der bekanntesten Marketingexperten der Welt. Dan ist zwar nicht auf das Internetmarketing spezialisiert, wohl aber auf Infomarketing. Seine Bücher und DVDs sind eine wahre Fundgrube für jeden Internetmarketer, egal in welcher Nische.

Dan hat für ein erfolgreiches Online-Business die folgende Formel aufgestellt:

QL + QP + RR + CI + WN = Money

Die einzelnen Abkürzungen stehen für:

  • QL = Quality Lead
  • QP = Quality Product
  • RR = Risk Reversal
  • CI = Continuity Income
  • WN = What’s next

Diese Elemente benötigt man also, um ein erfolgreiches Business aufzubauen. Ich werde weiter unten überprüfen, inwieweit meine Idee diese Punkte abdeckt. Aber erstmal:

Die Idee

Ich habe vor etwas mehr als einem Jahr in einem kurzen Workshop gelernt, wie man tolle Flipcharts erstellt. Also die Art von Flipcharts, die ich mir niemals zugetraut hätte. Überraschenderweise ist das ganz einfach, wenn man weiß, wie es geht. Wenn man es weiß, sind es wirklich nur Schritte, die man abarbeiten muss. Jeder, auch Menschen (wie ich) ohne jeglichen Kunstverstand, kann die tollsten Flipcharts erstellen. Für wen ist das interesseant?

Die Zielgruppe

Natürlich für Menschen, die viel mit Flipcharts arbeiten, insbesondere Trainer. Da ich selbst viel in Seminaren unterwegs bin, kenne ich die Zielgruppe recht gut, habe Zugang zu ihr, weiß, wo sie sich informiert etc. Das wäre schonmal ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg des Gechäfts: Zugang zur Zielgruppe.

Weiter mit der Idee

Ok, ich kann also Flipcharts erstellen. Ich habe diese Flipcharts bei zwei meiner Seminare verwendet. Die Ressonanz war so gut, dass ich umgehend zwei Aufträge bekommen habe, diese Technik in Trainerausbildungen zu unterrichten. Obwohl das eigentlich gar nicht mein Kerngeschäft war, nahm ich die Aufträge an. Es hat riesen Spaß gemacht, aber eigentlich handelt es sich dabei nicht um das, was ich will: um passives Einkommen. Ich muss vor Ort sein und einige Stunden unterrichten, um einen festen Betrag zu erhalten. Willkommen im Hamsterrad.

Also lag die Idee nicht fern, daraus ein Infoprodukt zu basteln. Bücher gibt es zu dem Thema bereits, aber was es noch nicht gibt, ist ein Videokurs, der das ganze Schritt für Schritt und zum Mitmachen erklärt.

Und genau das habe ich erstellt: einen Videokurs, der in einfachen Schritten zeigt, wie man solche Flipcharts erstellt. Der Kunde kann sich die Videos so oft ansehen, wie er möchte, ich muss aber nicht vor Ort sein. Der Zugang erfolgt online, so dass für mich so gut wie keine Kosten anfallen.

Soweit so gut. Jetzt mal schauen, was es mit der obigen Formel auf sich hat.

Die Formel im Detail

Das erste Element der Formel war QL, Quality Lead. Dabei geht es darum, dass ein Business nur funktioniert, wenn hochqualifizierte Interessenten damit in Kontakt kommen. Die besten Leads generiert man in der Regel über persönliche Empfehlungen. Direkt danach kommen Anfragen aus Google. Denn jemand, der “Ebook zum Geld verdienen im Internet” gegoogelt hat, ist ein idealer Lead, der mit hoher Wahrscheinlichkeit auch kaufen wird.

Da sind wir schon beim ersten Knackpunkt meines Produkts: danach wird noch nicht aktiv gegoogelt. Anfragen wie “Flipchart Design” oder “Flipcharts gestalten” liegen im niedrigen zweistelligen Bereich pro Monat, zu wenig, um damit wirklich Geld zu verdienen.

Ich muss also andere Leadquellen nutzen. Davon gibt es aber einige. Ich richte mich ja primär an Trainer (der deutsche Trainermarkt umfasst etwa 40.000 Personen). Ich werde also dort werben, wo Trainer sich informieren. Online-Portale, Zeitschriften, XING etc.

Außerdem werde ich versuchen, mit Flipcharthändlern zu kooperieren. Wenn die mein Produkt empfehlen (gegen Provision und mit einem Sonderrabatt für die Kunden), könnte das auch ganz gut funktionieren.

Und so werden auch weitere Empfehlungen kommen, denn die Trainerszene ist sehr gut vernetzt und tauscht sich intensiv aus.

Also, ganz so leicht wie bei normalen Affiliate-Projekten, die einfach über Google Traffic generieren, wird es nicht werden. Ich halte die Chancen aber dennoch für gut.

Der Formelpunkt QP, Quality Product, versteht sich eigentlich von selbst. Das Produkt muss wirklich gut sein, um sich gut zu verkaufen. Davon gehe ich aus. Neben dem Videokurs werde ich nämlich noch weitere Beigaben dazupacken (z.B. eine Schritt für Schritt-Anleitung im PDF-Format) und die Möglichkeit auf persönlichen Kontakt mit mir, bei dem Fragen gestellt werden können. Das wäre dann zwar wieder aktives Einkommen, wird aber voraussichtlich nicht intensiv genutzt. Also, ein QP habe ich.

Risk Reversal (RR) bedeutet, dass man das Risiko für den Kunden übernimmt, also umkehrt. Hierzu gehört vor allem eine Geld-zurück-Garantie. Die kann ich sehr gut anbieten, da mir so gut wie keine Kosten entstehen. Den Videokurs gibt es also mit einer bedingungslosen 60-Tage-Geld-zurück-Garantie. Wer mit den Videos nicht zurecht kommt oder trotz allem kein schönes Flipchart hinbekommt, kriegt sein Geld anstandslos zurück. RR erfüllt.

Wichtig und von vielen vergessen ist das CI, das Continuity Income. Reich wird man nämlich nicht mit dem ersten verkauften Produkt, sondern mit Folgeprodukten. Ein Restaurant würde sich nicht halten können, wenn jeder Gast nur einmal käme. Nein, diejenigen, die alle paar Tage oder Wochen essen gehen, sind die, von denen das Restaurant lebt. Der erste Verkauf ist häufig sogar nur der eigentliche Einstieg in die langfristige Kundenbeziehung. Man kann sogar beim ersten Verkauf einen Verlust in Kauf nehmen, wenn mit einem kontinuierlichen nachfolgenden Einkommensstrom zu rechnen ist.

Idealerweise hat man also etwas wie ein Abonnenemt oder eine Clubfunktion im Angebot. So etwas habe ich noch nicht. Ich arbeite aber an Follow Up-Produkten, die dem Kunden dann nach einigen Tagen oder Wochen angeboten werden. Das sind dann weitere Videos zu Spezialthemen, die das Thema “Flipchart-Design” noch vertiefen bzw. weitere Ideen liefern. Da der Kunde bereits durch den ersten Kauf Interesse gezeigt hat, rechne ich mir für die günstigeren Continuity-Produkte gute Chancen aus.

Außerdem kann ich mit Affiliate-Produkten Geld verdienen. Wenn ich den Kunden nämlich ein Buch zum Thema, oder aber Flipchart-Zubehör, Papier, Stifte etc. empfehle, erhalte ich von jedem verkauftenProdukt ebenfalls eine Provision. Das wird nicht viel sein, könnte sich aber im Laufe der Zeit zu einem netten Nebeneinkommen ansammeln.

Und damit zum letzten Punkt, What’s next (WN). Damit ist gemeint, dass man immer ein nächstes Produkt in Petto haben sollte. Im Gegensatz zum Continuity Income, das auf regelmäßiger Basis automatisch erfolgt, finden hier immer wieder neue Verkäufe statt. Meine Follow Up-Videos fallen in diesen Bereich. Außerdem könnte ich mit weiteren Produkten Geld verdienen (auch wenn das kein direktes Ziel ist), z.B.

  • Workshops in Unternehmen
  • Erstellung und Verkauf fertiger Flipcharts nach Kundenwunsch
  • Beratung über Skype
  • Live-Webinare
  • etc.

Hier habe ich noch kein klares Konzept. Wichtig ist aber, dass man sich bereits bei der Produkterstellung Gedanken darüber macht, ob Follow Up-Produkte möglich sind. Wie gesagt, der erste Verkauf ist nur der Anfang, das richtige Geld kommt erst mit dem zweiten, dritten bis x-ten Verkauf. Am Besten bindet man den Kunden jahrelang an sich.

Fazit

Zusammenfassend stelle ich fest: meine Produktidee erfüllt im Wesentlichen alle Voraussetzungen. Zwar gibt es ein bis zwei kleinere Schwächen (insbesondere, dass ich die Nachfrage erst erzeugen muss, sie noch nicht aktiv vorhanden ist), ist negativ zu bewerten. Das gleicht sich aber durch meinen guten Zugang zur Zielgruppe wieder aus, denke ich.

Im nächsten Teil zeige ich auf, wie ich das Produkt erstellt habe, was noch im Paket enthalten ist und wie ich den Videokurs vermarkte.

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